Um ein schönes Nahtbild zu erhalten, solltest du deine Nähmaschine richtige einfädeln, und danach richtig einstellen.

Im Prinzip funktioniert es wie beim Auto auch, immer gleich. Nur manchmal unterscheiden sich die Hersteller etwas. Zum Beispiel ist die Handbremse des Autos früher fast immer mittig im Auto angebracht worden, bei manchen Modellen gab es das Ganze mit Pedal. Mittlerweile ist die Handbremse bei den neuen Modellen elektronisch auf einer kleinen Taste, und das Auto im zieht diese in der Parkposition auch noch eigenständig an.
Und so ist es auch bei den Nähmaschinen, grundsätzlich wird immer ein Garn, der Oberfaden, zur Nadel hin geleitet und ein Garn ist der Unterfaden. Mit etwas Glück kannst du zu fast jedem Modell die originale Bedienungsanleitung online oder beim Hersteller finden, lies dir diese unbedingt durch und halte dich daran. Jedoch sind diese oft ohne farbige Bilder, daher habe ich dir eine kurze Anleitung zusammengefasst.
Dann lass uns eine Reise starten zum einfädeln der Nähmaschine.
Fadenhalter

Als erstes brauchst du dein Garn, das am besten auf einem Garnrollenhalter steht, und so dem Garn ermöglicht sich locker nach oben hin abzuwickeln.
Hast du keinen Garnrollenhalter, kannst du diesen einfach durch eine Holzkonstruktion und einen Haken ersetzen.
Denn bis zu dem Punkt, an dem die Spannung auf das Garn kommt (dazu kommen wir noch) soll das Garn einfach nur locker geführt werden.
Das bringt uns direkt zur zweiten Fädelstelle.
Führung

Und zwar die Fadenführungen, diese sehen immer so oder so ähnlich aus.
Und sie dienen wirklich nur dazu, das Garn zu führen! Du fädelst die Nähmaschine ein, indem du von hinten nach vorne durch das Loch fädelst, und dann nochmal von hinten nach vorne.
Vorspannung

Denn danach kommen wir zur Vorspannung bzw. Spannung. Nicht jede Nähmaschine hat eine Vorspannung (diese wird u.a. bei Maschinen mit Fadenabschneider benötigt). Die Spannung erkennst du immer daran, dass sie ein Stellrad mit Feder zum Aufbau der Spannung hat. Hier kannst du die Spannung des Garns einstellen: je fester die Feder die Backen zusammen drückt, desto höher die Spannung.
Bei der Spannung kann es manchmal hilfreich sein, um diesen Stab herum einzufädeln, damit das Garn zwischen den Backen bleibt und nicht heraushüpfen kann. Grundsätzlich musst du das aber nicht machen.

Danach geht es über eine weitere Führung.
Führung

Hin zum Fadenhebel
Fadenhebel
Der Fadenhebel gibt genug Garn frei, sodass die Schlinge zur Stichbildung erzeugt wird, zieht aber dann auch wieder den Überschuss ab.

Viele Nähmaschinen haben zwei Löcher im Fadenhebel; durch welches du dein Garn ziehst, bleibt dir überlassen. Und wofür ist denn dann das zweite Loch? Das ist einfach ein Bauteil, das auch bei Zweinadelmaschinen verwendet wird, oder du könntest deine Maschine sogar dafür nachrüsten.
Führungen

Danach geht es wieder durch mehrere Führungen hin zur Nadelstange.
Nadelstange

An der Nadelstange befindet sich oben ein Loch oder ein Haken, durch den du das Garn unbedingt fädeln solltest. Diese Art Führung sorgt dafür, dass dein Garn in der Rinne der Nähnadel gleitet, und damit wird auch die Reibung reduziert (Garn und Material)
Langrinne
Danach wird das Garn entlang der Langrinne geführt (darin soll es später dann laufen können) hin zum Öhr
Öhr

Durch das Öhr fädelst du das Garn immer von der Seite der Langrinne her ein. Achte darauf, dass die Nähnadel richtig eingesetzt ist. In den meisten Fällen sollte das Loch in der Nadelstange in etwa mit der Ausrichtung der Nadelstange übereinstimmen.
Richtig eingefädelt, und es passt immer noch nicht?
Wie du alle weiteren Parameter einstellst, habe ich dir einer Liste mit den einzelnen Artikeln zusammengestellt:
Fazit
Jede Nähmaschine ist in etwa gleich gestrickt. Weißt du, wie es mit einer Maschine funktioniert, weißt du größtenteils, wie es mit den anderen Nähmaschinen funktioniert. Das Einfädeln der Nähmaschine bedarf etwas Übung, hast du es aber einmal an deiner Nähmaschine raus, solltest du dir am besten ein Foto davon machen.